Arbeitsplatzbezogene Muskuloskeletale Rehabilitation der gesetzlichen Unfallversicherung (ABMR)

Verletzungen und Erkrankungen des Stütz- und Bewegungssystemes bedingen häufig Einschränkungen am Arbeitsplatz – bislang ausgeübte arbeitsrelevante Aktivitäten sind oft gar nicht mehr oder erschwert möglich. Die Unfallversicherungsträger ermöglichen in solchen Fällen mit langer Arbeitsunfähigkeit die spezielle „Arbeitsplatzbezogene Muskuloskeletale Rehabilitation“ (ABMR). Es handelt sich dabei um eine Komplextherapie, die neben den üblichen Rehabilitationsinhalten eine spezielle Arbeitsplatzorientierung bietet. So können Rehabilitanten bei einer ausreichenden funktionellen Belastbarkeit wieder unmittelbar an den Arbeitsplatz zurückkehren. Um dies zu erreichen, führt das ZAR Regensburg auf den Arbeitsplatz abgestimmte Trainingsmaßnahmen durch mit einer Dauer von 2 bis 4 Wochen. Die ABMR-Maßnahme erfolgt an 5 Tagen pro Woche. Zu Beginn liegt die tägliche Therapiedauer bei 3 Stunden, sie wird im Verlauf in Abstimmung mit dem Arzt und den beteiligten Therapeuten kontinuierlich gesteigert. Am Ende der ABMR soll die Belastbarkeit wieder den Anforderungen der beruflichen Tätigkeiten entsprechen.

Zu den arbeitsplatzbezogenen Therapieelementen der ABMR zählen zum Beispiel Ergotherapie mit Schwerpunkt Arbeitstherapie sowie Arbeitssimulations- und Praxistraining. Das ZAR Regensburg verfügt über eine spezielle personelle, apparative und räumliche Ausstattung für dieses Therapieangebot.  Daher wurde die Einrichtung von den Landesverbänden der Unfallversicherung an der ABMR beteiligt.

Für behandelnde Ärzte können die Handlungsanleitungen hier eingesehen werden: http://www.dguv.de/medien/landesverbaende/de/med_reha/documents/hand.pdf